Cassandra Clare – Lord of Shadows

Vor kurzem habe ich euch ja den ersten Teil der Trilogie „Die dunklen Mächte“ vorgestellt, nun ist Band 2 dran, der – wie nicht anders zu erwarten – hervorragend anknüpft.

Das Buch beginnt wie immer mit einem Gedicht, hier ist es „Traumland“ von Edgar Allan Poe, das sehr gut die Stimmung und Umgebung am Dunklen Hof im Reich der Feen beschreibt. Dieses spielt eine größere Rolle.

Emma, Julian und seine Geschwister müssen sich mit den Folgen des Kampfes gegen den Hexenmeister Malcolm Fade herumschlagen, denn offensichtlich wurde durch dessen Tod eine Armee von Meerdämonen hervorgerufen, die L.A. gefährden. Außerdem muss das schwarze Buch gefunden werden, da es in den falschen Händen großes Unheil anrichten könnte. Verkompliziert wird das ganze dadurch, dass eine Gruppe Zenturionen, quasi Eliteschattenjäger, ins Institut kommt, um zu „helfen“. Deren Anführerin Zara Dearborn hat jedoch ihre eigenen Ziele im Sinn, zu denen auch die Unterjochung von Schattenwesen gehört. Als schließlich Julian herausfindet, dass Malcolm es geschafft hat, Annabel von den Toten zurückzuholen, bleibt nur noch wenig Zeit, die Situation unter Kontrolle zu bringen. Die Schattenjäger müssen auf ungewöhnliche Hilfe zurückgreifen, doch trotzdem entstehen neue Schwierigkeiten. Zwischenmenschliche Beziehungen spielen natürlich ebenfalls wieder eine wichtige Rolle, da Emma und Julian weiterhin den Parabatai-Fluch besiegen müssen und neue Verbindungen aufflammen.

„Die Welt ist nicht so, wie du sie dir wünschst. Sie ist nunmal so, wie sie ist.“ 

Dass ich Clares Schreibstil liebe, brauche ich ja nicht mehr zu erwähnen, deswegen gehe ich hier mal auf die unterschwelligen Rassismus- und Sexualitätsbotschaften ein. Clare stellt beides extrem gut in der Gesellschaft der Schattenjäger dar. Dort geht es nicht um Hautfarbe oder Religionen wie bei uns Irdischen, sondern um die Zugehörigkeit zu Schattenjägern, Werwölfen, Hexenwesen, Feen oder Vampiren. Die Kohorte um Zara Dearborn sieht die Schattenjäger als höhergestellte Rasse, während besonders Hexenwesen für sie nicht einmal mehr menschlich sind. Gemischte Beziehungen sind ihnen daher ein Dorn im Auge. Die Kohorte will alle Nicht-Schattenjäger registrieren lassen und überwachen können. Sie sollen weniger Rechte bekommen und in ihrer Handlungs- und Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt werden. Erinnert euch das auch so an den Faschismus der Nationalsozialisten? Mich schon. Und ich bin fasziniert, dass eine amerikanische Jugendbuchautorin dieses Thema einbringt. 

Clare hat die Akzeptanz und Integration der verschiedenen Gruppen in den vorherigen Büchern und auch in diesem wieder sehr gut mit der Handlung verflochten. Die Leser haben die Beziehung zwischen Alec und Magnus (Schattenjäger und Hexenmeister) gefeiert wie kaum eine andere. Helfen Bücher wie diese also, Rassismus zu bekämpfen? Ich hoffe es sehr.

Ebenso wurden in der Saga nicht nur heterosexuelle Paare, sondern auch homosexuelle thematisiert, mit Coming-Out-Problemen, Vorurteilen und Anfeindungen. Aber niemals wird die schwule oder lesbische Beziehung als etwas anderes als natürlich beschrieben. Und „Lord of shadows“ beinhaltet jetzt auch die erste Transgender-Geschichte, die mit Sicherheit im dritten Band näher ausgeführt wird. Je mehr diese Aspekte nebenbei in (Jugend-) Büchern auftauchen, desto weniger Probleme sieht die Gesellschaft darin, denke (und hoffe) ich. Erst vor einigen Wochen ist ja bereits eine Studie erschienen, die belegt, dass Harry Potter-Leser offener und aufgeschlossener sind. Ich glaube, das würde sich bei Lesern von Cassandra Clare ebenfalls beweisen lassen. Wie seht ihr das? Kennt ihr andere Bücher, die ähnliche unterschwellige Botschaften haben?

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Richelle Mead – Vampire Academy Bd. 2 Blaues Blut 

Nach einem Strigoi-Angriff auf eine der königlichen Familien, der alles, was man bisher von Strigoi angenommen hatte, veränderte, wird die St. Vladimir-Schule über die Weihnachtsferien zusammen mit vielen weiteren Mitgliedern königlicher Abstammung in ein Ski-Resort evakuiert. Was die Schüler als spaßigen Urlaub sehen, ist für die Erwachsenen, insbesondere die Wächter, unter denen sich auch die legendäre Janine Hathaway, Rose‘ Mutter, befindet, eine willkommene Gelegenheit, die weitere Vorgehensweise zu diskutieren. Auch Christians Tante Tasha Ozera bringt ihren Vorschlag ein, der unter den Moroi für viel Aufsehen sorgt. Als Freunde von Rose von einem möglichen Strigoi-Versteck in der Nähe hören, machen sie sich auf den Weg, um gegen sie zu kämpfen, was Rose natürlich nicht zulassen kann, da es viel zu gefährlich ist. Also verbündet sie sich mit Christian, um die anderen drei zurück zu holen. Währenddessen lernt Lissa Adrian Ivashkov, einen anderen Geistbenutzer, kennen, der sie und Rose in Schwierigkeiten bringen könnte…

Er war arrogant und anmaßend, und doch konnte ich mich irgendwie nicht dazu überwinden zu gehen.

In diesem Band nimmt die Geschichte an Fahrt auf. Sowohl die politischen Stricke werden ein bisschen deutlicher (und damit gleichzeitig undeutlicher, weil überall neue Fragen auftauchen), als auch die romantischen Beziehungen, die oft komplizierter sind als es zunächst den Anschein hat.

Mein Lieblingscharakter in den Serien taucht erstmalig auf. Passend zur gestrigen Montagsfrage. Denn es gibt nicht viele Buchcharaktere, die ich so anziehend finde wie Adrian Ivashkov, den trinkenden, rauchenden, sich aus möglichst allem Wichtigen raushaltenden Badboy. Sein Sarkasmus und die rebellische Art machen ihn unverwechselbar. Traumhaft! Im wahrsten Sinne des Wortes, denn Adrian hat andere Geist-Fähigkeiten als Lissa. Rein optisch wäre er vermutlich genau mein Typ, aber vielleicht auch nur, weil ich ihn im Kopf so darstelle wie ich ihn gerne hätte.

Richelle Mead – Vampire Academy Bd. 1 Blutsschwestern

Da ich den letzten Teil der beiden aufeinander folgenden Reihen „Vampire Academy“ und „Bloodlines“ zu Weihnachten bekommen habe, habe ich mich entschlossen, die Saga noch einmal von vorn zu beginnen.

Rosemarie Hathaway und Vasilisa Dragomir sind beste Freundinnen seit sie 5 Jahre alt sind. Jetzt, 12 Jahre später, ist ihr Leben um einiges komplizierter geworden, nicht nur, weil sie Teenager sind, sondern auch, weil Lissa eine Moroi-Prinzessin und Rose ein Dhampir ist.

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Rachel Cohn & David Levithan – Dash und Lilys Winterwunder

Das ist das erste mal, dass ich ein Weihnachtsbuch gelesen habe. Ich bin kein großer Fan von Weihnachten, daher bin ich auch unsicher, ob ich es erneut tun werde.
Rachel Cohn und David Levithan haben bereits zusammen verschiedene andere Bücher geschrieben, zum Beispiel „Nick und Norah – Soundtrack einer Nacht“, wovon ich wiederum ein großer Fan war und bin. Aus diesem Grund habe ich mir auch die Weihnachtsgeschichte von Dash und Lily zugelegt.

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Stephanie Butland – Ich treffe dich zwischen den Zeilen

Obwohl ich mich immer bemühe, nur Bücher zu kaufen, die auf meiner Wunschliste (Die natürlich auch sehr regelmäßig aktualisiert wird) stehen, hat „Ich treffe dich zwischen den Zeilen“ sich dazwischen schleichen können. Das Cover stach durch seine Schlichtheit aus den Neuerscheinungen in meiner Recklinghäuser Lieblingsbuchhandlung hervor und der Klappentext versprach mir ein besonderes Leseerlebnis. Schon der äußerst ungewöhnliche Name der Protagonistin überzeugte mich, sie heißt nämlich Loveday.

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Bianca Iosivoni – Der letzte erste Kuss 

Der zweite Teil der „Firsts“ – Reihe dreht sich um Elle und Luke, die der Leser in „Der letzte erste Blick“ bereits kennen gelernt hat. Die beiden haben sich zu Beginn des Colleges getroffen und sind schnell beste Freunde geworden. Luke, ein erfolgreicher Sportler im Bereich Leichtathletik, ist ein Frauenheld und hat schon etwa ein Drittel der Mädchen am Blackhill College im Bett gehabt. Feste Beziehungen kommen für ihn nicht in Frage, was vor allem an seinem Intimitätsproblem liegt. Weiterlesen

Bianca Iosivoni – Der letzte erste Blick 

Eigentlich hätte ich dieses Buch aufgrund seines Covers niemals in Betracht gezogen, da es mir viel zu klischeehaft und kitschig ist. Glücklicherweise habe ich aber zuerst die Beschreibung gelesen und dann am monatlichen Neuerscheinungsgewinnspiel der Facebook-Seite von Lyx teilgenommen – und gewonnen!

Die Autorin kannte ich noch nicht, ihr Schreibstil hat mir allerdings sehr zugesagt. Humorvoll schmückt sie die Handlung aus, schreckt auch vor Sarkasmus bei ihren Charakteren nicht zurück und alles baut gut durchdacht aufeinander auf. Das ist ja leider nicht immer der Fall bei Romanen im Genre New Age. 

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Sarah Bannan – die neue

Sarah Bannan könntet ihr hier schon mal auf einem „Frisch am Freitag“-Stapel gesehen haben. „die neue“ ist ein merkwürdiges Buch. Ich bin noch nicht sicher, was ich davon halte. Es erzählt die Geschichte eines Jahres an einer Highschool in Alabama. Zu Beginn zieht ein Mädchen neu in die Kleinstadt und wird allein dadurch zur Attraktion. Dazu ist Carolyn hübsch, dünn und trägt andere Klamotten als alle anderen, was zunächst als cool gilt. Doch noch vor Start der Schule verlässt Football-Star und Schwarm der Schule Shane seine bisherige Freundin Brooke, die als das beliebteste und nette Mädchen galt. Brooke und ihre Freundin Gemma fangen an, abfällige Bermerkungen über Carolyn zu machen und so ihren Beliebtheitsgrad an der Schule zu senken, denn Carolyn ist schnell sehr weit oben gelandet; sie sei nicht nur hübsch, sondern auch klug, kreativ, witzig, eine tolle Freundin. Doch schnell merkt man, dass diese Freundschaften keine sind. Niemand außer Brooke und Gemma scheint überhaupt richtig befreundet zu sein.

Ich bin mir auch immer noch nicht klar darüber, wer dieses Buch erzählt. Es wird ausschließlich in der „Wir“-Form gesprochen. ICh vermute, dass es drei der ab und zu auftauchenden Mädchen sind, die eher zu den Außenseitern gehören, aber zu den coolen Kids der Schule gehören wollen. Allerdings werden die drei auch immer mal wieder bei vollem Namen genannt und noch dazu sind 3er-Mädchencliquen eher selten…

Aber zurück zur Handlung. Das Schuljahr nimmt seinen Lauf, Carolyn wird durch Brookes und Gemmas Hetzen immer mehr zur Schlampe degradiert und letztlich verhält sie sich später ihrem neuen Ruf entsprechend. Es wird auch deutlicher, dass sie anscheinend ein Magersuchtsproblem hat und sie heftige Selbstzweifel packen. Leider denkt diese Highschool nach dem „Wenn es alle sagen, wird es auch stimmen“-Prinzip und so wenden sich alle von Carolyn ab, was der Auslöser für die spätere Tragödie ist.

Der Schreibstil ist fast so seltsam wie die Geschichte. Es wird eine betont gelangweilte Haltung vermittelt, an die man sich anfangs gewöhnen muss. Es werden kaum Adjektive verwendet und Nebensätze sind die Ausnahme.

Mich hat dieser Titel nicht beeindruckt; aus der Handlung hätte man etwas besseres machen können, denke ich. Aber man muss Sarah Bannan zugute halten, dass es zumindest etwas anderes ist.

  • ISBN: 978-3-42630424-2
  • Paperback
  • 368 Seiten
  • Droemer Knaur Verlag
  • erschienen im August 2015