Here we go again

So, Freunde der Nacht!
Das letzte Jahr war ziemlich stressig, so dass ich fast gar nicht zum Lesen und erst recht nicht zum darüber schreiben gekommen bin. Wie hab ich das eigentlich geschafft, als ich noch jeden Tag ganztägig arbeiten gegangen bin statt nur drei mal die Woche für 3-4 Stunden zur Uni zu müssen? Ich sollte meine Zeit zu Hause eindeutig besser strukturieren… Naja, nächstes Semester dann!
Meine letzte Vorlesung ist vorbei, ich sollte eigentlich für die anstehenden Klausuren in den nächsten beiden Wochen lernen, aber dazu hab ich halt gerade keine Lust.
Ich hoffe, ihr habt den Rest von 2016 gut rumgekriegt und seid hervorragend ins neue Jahr gestartet, in dem (wie immer) alles besser werden soll.
Ich habe gestern die Carlsen-Lese-Challenge 2017 entdeckt, mit der ich zumindest leserisch mein 2017 verbessern will. Es geht schlicht darum, möglichst viele Bücher aus dem Hause Carlsen, also auch meine geliebten Königskinder-Titel, zu lesen und zu rezensieren. Als Hauptpreis winkt eine Verlagsführung in Hamburg. Und weil ich gestern ebenfalls entdeckt habe, dass ein wirklich fantastisches Buch, das in diese Verlagsgruppe fällt, im März in die amerikanischen Kinos kommt, habe ich beschlossen, „Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie“ von Lauren Oliver den Startschuss zu gewähren und zu „rereaden“. Meinen Lesetipp vom Kärtchen in meiner Ausbildungsbuchhandlung von vor gut 4 Jahren findet ihr hier. Etwas ausführlicher gibt’s dann in den nächsten Tagen was dazu.
Den Trailer zum neuen Film möchte ich euch aber gerne jetzt schon zeigen. Der Filmtitel lautet, ebenso wie der englische Originaltitel, „Before I fall“. Kinostart ist der 3. März 2017 und die Hauptrolle der Samantha spielt Zoey Dutch.

Welttag der Buchhandlungen!

Heute ist Welttag der Buchhandlungen und da sie der Ort sind, an dem ich mich, ganz egal, an welchem Ort ich mich befinde, immer zu Hause fühle, hab ich meinen beiden Lieblingsläden heute einen Besuch abgestattet. Ohne gut sortierte Buchhandlungen wäre das Leben nur halb so schön, denn nichts ist entspannter als in Ruhe durch die im Regal stehenden und auf Tischen liegenden Titel zu stöbern und denen, die am lautesten schreien, ein neues Zuhause zu bieten. In der Buchhandlung geraten alle Sorgen und Probleme in Vergessenheit (auch der Parkschein, der schon längst abgelaufen ist), das macht sie aus und da kann kein Online-Shop der Welt mithalten. 

 Wenn es mir schlecht geht, gehe ich nicht in die Apotheke, sondern zu meinem Buchhändler. – Philippe Dijan.

Home sweet Home

Ich bin zurück aus Venedig, stecke schon wieder mitten im Unialltag und friere. Der Urlaub war aber wirklich schön. Sowohl die Brückenstadt als auch ihre umliegenden Inseln haben mir sehr gut gefallen.2016-09-25-11-23-19 Zu dieser Jahreszeit ist es schon vergleichsweise leer, so dass man auch auf dem Markusplatz etwas anderes sieht als die einen umgebenden Menschen mit ihren hochgestreckten Selfie-Sticks und iPads. Unser Domizil befand sich gegenüber von Venedig am Lido in Cavallino Treporti, wo die Nachsaison sehr viel mehr zu spüren war: Die meisten Campingplätze und Restaurants hatten bereits geschlossen. Dafür war der Strand extrem leer. 2016-09-24-16-41-52
Von Punta Sabbioni fuhren die Fähren, auf denen wir immer ohne Probleme einen Sitzplatz bekamen, zu allen Ausflugszielen. Die Tagestickets (Für Leute unter 29 übrigens ermäßigt) galten ebenfalls für Weiterlesen

Bella Italia!

Ich bin heute morgen um 4 Uhr los gefahren nach Venedig. Ihr könnt euch also vorstellen, wie unglaublich müde ich bin, aber für Urlaub, Sonnenschein und Wärme nimmt man das schon mal in Kauf. Ich hoffe, dass es da unten öffentliches WLAN gibt, dann gibt es hier ein paar Updates, ob ich Scipio, den Herrn der Diebe, oder Donna Leon schon getroffen habe. p1060247Jetzt freue ich mich erst mal auf Pizza, Eis und ein gemütliches Bett, aber danach werden die Kanäle und der Markusplatz unsicher gemacht!

Sommer, Sonne, Sonnenschein!

Ihr Lieben!
Ich bin gerade aus Kreta wieder zurück, wo ich mich vom Stress der vorigen Klausurenphase erholt habe. Damit konnten die Semesterferien dann auch richtig starten!
Ich war vorher noch nie auf Kreta und habe ganz spontan mit einer Freundin erst 2 Tage vor Abflug gebucht. Wir sind in einem winzigen Dorf an der Südküste, namens Agia Galini abgestiegen, das jedoch tatsächlich nicht so Weiterlesen

Lesung Mhairi McFarlane

Ich war lang auf keiner Lesung mehr und noch nie auf einer, die so klein und gemütlich war, wie diese in  der Dortmunder Innenstadts-Mayerschen. Zu Gast waren Mhairi McFarlane, Hannah Herzsprung und Margarete von Schwarzkopf, die zusammen Mhairis neuen Roman „Es muss wohl an dir liegen“ präsentierten. Margarete von Schwarzkopf, Moderatorin beim NDR, führte ide etwa 40 Anwesenden durch den Abend, brachte uns dabei nicht nur das Buch, sondern auch die Autorin näher. Mhairi (gesprochen wird das übrigens Weiri) kommt aus Schottland, wo sie mit ihrem Lebensgefährten und einer sehr fluffigen Katze lebt.
Sehr sympathisch erzählte sie immer wieder Anekdoten, die zu einigen Szenen oder Charakteren in ihren Büchern führten. Die fehlgesendete SMS, durch die Delia im aktuellen Roman von der Affäre ihres langjährigen Freundes und frisch Verlobten Paul erfährt, beruht auf der Geschichte der Freundin eines Freundes, die sich über ihren schrecklichen Chef aufregte und die Mail versehentlich an ebendiesen verschickte. Paul wiederum sei sehr realitätsnah anhand eines früheren Schwarms von Mhairi zu Papaier gebracht worden. Im echten Leben besitzt er ein Restaurant in dem Ort, in dem Mhairi wohnt, das ihr Freund nur sehr ungern aufsucht. Im Buch ist Paul Inhaber eines Pubs und versprüht dort an den Wochenenden Endlos-Ladungen an Charme und Coolness, wodurch er den Rest der Woche träge und griesgramig wird. Auch Delias beste Freundin Emma hat ein lebendiges Vorbild, nämlich Mhairis Freundin Kate, mit der sie immer nur Spaß hat, die gute Laune und Tatendrang versprüht, dass man ihre Anwesenheit nur genießen kann. Genau um Beziehungen wie diese geht es in Mhairis Romanen; Freundschaften sind ihr dabei auch wesentlich wichtiger als der Aspekt der Liebe.
Oft werden Romane ihreer Art als „Chicklit“ bezeichnet, Margarete hat sie daher gefragt, wie ihr diese Klassifizierung gefällt, worauf Mhairi sofort lossprudelte, um ihre Meinung offen zu legen. Anfangs mochte sie diesen Namen überhaupt nicht, sie fand, es klinge herablassend, vor allem, da „Chick“ im britischen Raum ein altmodischer, beleidigender Begriff für eine Frau sei. Zudem seien die Rollen in der typischen „chicklit“ sehr eindeutig vergeben: Eine engelsgleiche Frau, die nichts falsch macht und in allem nur perfekt ist, und der Bad Boy, der sie schlecht behandelt, im Leben versagt hat, und die trotzdem die große Liebe ineinander finden. Aber genau so sind Mhairis Charaktere überhaupt nicht. Das betonten auch Margarete, die von Mhairis Büchern insbesondere auf Grund der sehr detailreich herausgearbeiteten Protagonisten und Nebencharaktere begeistert ist. Ihre Lieblingsfigur im aktuellen Roman ist Kurt, der neue Chef von Delia. Ich freue mich schon darauf, ihn kennen zu lernen. Doch Mhairi hat sich im Laufe der Zeit mit „Chicklit“ abgefunden, jetzt kann sie wertschätzen, dass es üerhaupt eigene Namen für Literatur für und von Frauen gibt, während die männlichen Autoren nur in die „normalen“ Genres einsortiert werden.
Dabei wurde aber ebenfalls deutlich, dass Mhairi durchaus Feministin ist, was sich später im Gespräch noch festigte, als es sich dem Schreiben selbst zuwandte. Mhairi ist der Meinung, dass es als Frau per se schon schwieriger sei, ein Buch zu schreiben, weil sie sich immer selbst unterschätzen würden nach dem Motto „Klar, andere schreiben Bücher, aber ich doch nicht!“ Dieses Gefühl würde Männern komplett fehlen, sie hätten mehr Selbstvertrauen in ihre eigene Stimme auf Papier.
Mhairi selbst ist mehr durch einen Zufall zum Schreiben gekommen. Sie war Journalistin und wurde von ihrem Chef gezwungen, eine regelmäßigen Beitrag im Stil der Bridget Jones Diaries zu verfassen. Sie hatte zu Beginn überhaupt keine Lust auf diese Aufgabe, aber dann hat Mhairi festegestellt, dass es süchtig macht, Geschichten zu erfinden. Die erste Bestätigung für ihre Werke bekam sie von einer Kollegin, die nach dem Abschluss der Artikelreihe wissen wollte, wie es weiter geht. Das hat Mhairi sehr bestärkt, ihren ersten Roman über Rachel und Ben zu schreiben.
Allgemein gibt sie allen angehenden Autoren den Tipp, das Buch zu schreiben, das sie selbst gern lesen wollen, aber noch nirgendwo im Regal steht. Man sollte auch erst schreiben und anschließend den Verlag suchen, statt auf ihn zu warten. Margarete sagte, das erste Buch sei häufig das Einfachste, weil man noch frisch ist, sich nicht selbst kopieren kann und noch keine Erwartungen erfüllen muss. Doch da ist Mhairi anderer Meinung. Sie sagt, das erste Buch sei das Schwierigste, da man seine eigene Stimme erst finden muss und noch keinen Verlag hat, der hinter einem steht.
Mhairi modelliert immer zuerst ihre Charaktere, da die das Wichtigste in ihren Büchern ausmachen. Anschließend legt sie die Outlines der Handlung fest und überrascht sich selbst, wenn sie dazwischen auffüllt. Hauptsache, sie kann beim Schreiben schon mit ihren Figuren fühlen, kichern und schimpfen. Dabei lässt sie sich aber nicht von den Protagonisten vorschreiben, wie es ablaufen soll. Mhairi sgt über sich, dass sie „quite bossy“ ist. Über ihre Bücher sagt sie, dass sie sehr offen, derb und humorvoll sind, wo ich ihr nur zustimmen kann. Sie würde einerseits gerne noch Folgebände zu ihren Romanen schreiben und einige Personen wieder aufgreifen, aber andererseits möchte sie Leser und Verleger nicht enttäuschen. Letztere sehen Folgebände meist nicht so gern, da die sich schlechter verkaufen, ließ Mhairi uns wissen.
Es war also nicht nur amüsant, sondern auch informativ, der schottischen Autorin zuzuhören. Aus dem Roman „Es muss wohl an dir liegen“ las dann Hannah Herzsprung mehrere Stellen vor. Hannah war ziemlich erkältet, doch trotzdem hatte ihre Stimme so viel Kraft und Gefühl, dass ich später beim Lesen des Buches immer noch ihre Betonungen im Kopf hatte. Hannah ist übrigens demnächst in einem Film des ZDFs zu sehen, der das Leben der Adidas und Puma Brüder zeigt. Sie spielt eine der Ehefrauen und erzählte uns, wie spannend es war, in der Maske zu einer alten Frau hergerichtet zu werden.
Ihr seht, dieser Trip nach Dortmund vor circa 3 Wochen hat sich sehr gelohnt!

Noch 15 Minuten…

… bis zum Mathetestat!
Ich sitze gerade ein bisschen ungeduldig am Computer und warte darauf, dass es endlich 18.00 Uhr wird. Da beginnt die Zeit nämlich zu ticken, der Online-Mathetest beginnt. Durch diese Testate, die alle 2 Wochen stattfinden, können wir schon während des Semesters Punkte für die Klausur sammeln, nicht verpflichtend, aber kann ja nicht schaden.

image

Taschenrechner, Kuli, Papier, alles bereit. Wenn nur endlich 18.00 Uhr wäre!