Cassandra Clare – Lady Midnight

Okay, ich gebe es zu: Ich bin verrückt nach Schattenjäger-Geschichten! Die „Chroniken der Unterwelt“ gehören zu meinen absoluten Lieblingsbüchern. Gerade erst habe ich meine Kommilitonin gezwungen, alle Bände zu lesen; leider liest sie echt langsam und ist erst bei Band 5… Aber wenigstens genauso begeistert wie ich! „Die Chroniken der Schattenjäger“ als Vorgeschichte mochte ich ebenfalls sehr gerne, obwohl es leider nicht an CdU heran kam. „Die Chroniken des Magnus Bane“ fand ich hingegen wieder hervorragend und als endlich, endlich der erste Band der Nachfolgetrilogie „Die dunklen Mächte“ erschienen ist, musste ich ihn natürlich sofort verschlingen.

Die Geschichte spielt 5 Jahre nach Ende der „Chroniken der Unterwelt“ und handelt von den Schattenjägern im Institut in Los Angeles, die wir schon kennengelernt haben. Emma Carstairs und Julian Blackthorn sind mittlerweile 17 und haben bereits vor einiger Zeit den Parabatai-Bund geschlossen. Sie verstehen sich blind und fungieren ein bisschen als Ersatzeltern für Julians jüngere Geschwister, da Onkel Arthur sich nur in seinen Studien versteckt und an einer mysteriösen Krankheit zu leiden scheint.
Emma will immer noch Rache für den Mord an ihren Eltern, die im dunklen Krieg umgekommen sind und die Sebastian Morgenstern zugeschrieben wurden. Als LA von einer Mordserie erschüttert wird, deren Opfer ähnliche Merkmale aufweisen wie Emmas Eltern, stürzt sich Emma in Ermittlungen. Unterstützt wird sie dabei natürlich von den restlichen Blackthorns und angetrieben von ein paar Elbenrittern, die ein teures Pfand für die Aufklärung der Morde bieten: Das Leben von Mark Blackthorn, dem ältesten Bruder Julians. Ein weiteres Hindernis neben der Geheimhaltung vor dem Rat ist die aufkeimende Liebe zwischen Emma und Julian. Denn wahre Liebe ist zwischen Parabatai strengstens untersagt – und das aus gutem Grund…

Ich habe das 832 Seiten umfassende Buch innerhalb eines Tages durchgelesen, meine Vorlesung geschwänzt und es lediglich für ein paar Cornflakes zum Frühstück weggelegt. Emma mochte ich als 12-jährige schon, aber jetzt ist sie noch wesentlich interessanter. Ganz anders als Clary und Tessa ist Emma laut, stark, frech, rebellisch und meistens durchdacht (außer, wenn sie sich von ihrem derzeitigen Freund trennt, nur weil sein Anruf sie nervt). Trotz Kenntnis über die Welt und die auftretenden Personen bleibt es bis zum Schluss spannend, wer der Gegner ist und dieser erreichen will. Anspielungen auf frühere Generationen haben mir als Leser der „Chroniken der Schattenjäger“ sehr gut gefallen, aber die gelesen zu haben würde ich nicht voraussetzen. CdU allerdings schon, insbesondere, weil als Zusatz noch eine Szene einer Verlobungsparty der altbekannten Helden zu finden ist.

Mittlerweile ist natürlich bereits Band 2 „Lord of Shadows“ erschienen und außerdem auch „Die Legenden der Schattenjäger-Akademie“, in denen Simon Lewis die Hauptrolle spielt. Schiebt die Verspätung auf mein in den letzten Monaten doch sehr stressiges Studium, das zum Glück bald abgeschlossen ist.

Das Einzige, was ich an „Lady Midnight“ auszusetzen habe, ist das Cover, das einfach nicht zum Rest passt! Sehr schade, ich mochte den Portal-Look der anderen Bücher. Vermutlich ist das dem Verlagswechsel von Arena zu Goldmann geschuldet, den ich euch leider ebenfalls nicht erklären kann.

 
Lady Midnight

  • ISBN: 978-3-44231422-5
  • Gebundene Ausgabe
  • 832 Seiten
  • Goldmann Verlag
  • Erschienen im Mai 2016
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