Marci Lynn Curtis – Alles, was ich sehe

Nach einer Hirnhautentzündung hat Maggie ihr Augenlicht verloren. Seit sechs Monaten versucht die Schülerin sich nun daran zu gewöhnen, dass ihr Leben eine drastische Änderung nahm. Sie geht jetzt auf eine Blindenschule, die sie hasst, mit Mitschülern, die sie hasst, und hat eine persönliche Betreuerin, die sie hasst, die ihr aber beibringen soll, mit dem Blindenstock, den sie hasst, in der Welt klar zu kommen. Maggie verkriecht sich daher am liebsten in ihrem Zimmer , sucht auf ihren speziellen Computer für Blinde (Sie hasst ihn) nach Informationen über den nächsten Live-Auftritt der Loose Canons, ihrer absoluten Lieblingsband. So ist sie extrem überrascht als sie im Wartezimmer ihres Therapeuten auf dessen Neffen Ben, einen 10-jährigen Jungen, trifft und ihn sehen kann!

Aus reinem Egoismus will Maggie Zeit mit Ben verbringen, genießt die kleinen Ausschnitte, die sie in seiner Gegenwart wahrnimmt. Doch schnell ist Ben ihr sehr sympathisch und die Freundschaft wird echt. Maggie lernt auch seine Familie kennen und Bens großer Bruder Mason ist nicht nur unglaublich attraktiv, er ist auch noch der Leadsänger der Loose Canons. Maggie ist schon bald von ihm hingerissen, während MAson immer skeptischer wird und bei dem Gedanken hängen bleibt, dass Maggie ihre Blindheit nur vortäuscht, eigentlich aber ein verrücktes Groupie ist. Trotzdem lernen sie sich durch Ben besser kennen und Maggie findet mit ihrer Hilfe die Motivation, sich mit ihrer Blindheit abzufinden. Als schließlich klar wird, warum Maggie Ben sehen kann, ist es schon fast zu spät.

Mit Mom zu reden war genauso unmöglich, wie ein Spannbettlaken glatt zusammen zu legen.

Dieser Jugendroman wird durch seine Charaktere zu einer bemerkenswerten Geschichte. Einerseits Maggie, sarkastisch, gebrochen, pessimistisch, andererseits Ben, jung naiv, voller Lebensfreude, klugscheißerisch. Aber auch Personen wie Maggies Opa, der ständig vergisst, sie abzuholen, aber der einzige ihrer Familie ist, der sie nicht wie ein rohes Ei behandelt, machen die Geschichte aus. Ben ist urkomisch, man muss beim Lesen oft schmunzeln oder gar laut loslachen. Bis die Erkenntnis kommt und man die Taschentücher suchen geht.
Ein wundervolles Buch gefüllt mit allerhand Emotionen!

Alles, was ich sehe.jpg

 

 

 

  • ISBN: 978-3-551- 56022-3
  • Gebundene Ausgabe
  • 428 Seiten
  • Königskinder Verlag
  • März 2016 erschienen
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