Montagsfrage von Buchfresserchen

Diese Woche lautet die Montagsfrage „Wenn du liest, stellst du dir dann bewusst alles vor oder passiert das eher automatisch? Oder liest du einfach ohne Kopfkino?

montagsfrage

Da habe ich ehrlich gesagt noch nie drüber nachgedacht. Aber es kommt tatsächlich ganz auf die Szene an. Entscheidene Momente stelle ich mir oft bewusst vor, aber meistens erst beim zweiten mal lesen. Ansonsten entstehen normalerweise automatisch Bilder in meinem Kopf, selten bleibt es ohne Kopfkino. Allerdings sind die Bilder in meinem Kopfkino häufig nicht zu den gelesenen Beschreibungen passend, was irgendwie ein bisschen verrückt ist. Insbesondere Personen sehen bei mir oft ganz anders aus als im Buch beschrieben, meist, weil ich mir bekannte Personen, die ähnliche Charakterzüge haben, mit den Worten in Einklang bringe – zack – ist die Haarfarbe plötzlich statt blond dunkelbraun.

Wie läuft euer innerer Film ab?

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2 Gedanken zu “Montagsfrage von Buchfresserchen

  1. Ich deneke, mir geht es in weiten Teilen ähnlich wie Dir mit meinem „inneren Film“. Ich sehe sofort Bilder beil Lesen. Und, ich nehem diese Bilder nach Unterbrechungen beim Lesen (auch, wenn diese Unterbrechungen etwa mehrere Tage dauerten) wieder auf. Räume, Gebäude, Landschaften erstehen vor meinem geistigen Auge wieder ebenso, wie ich sie beim Lesen zuvor schon in mir abgebildet habe.

    Mit Personen ist es auch bei mir schwieriger. Zumeiust habe ich ein Bild von zumindest den hauptpersonen in meinem Kopf. Verändert aber die Person während der Geschichte ihr Aussehen, dann ist es für mich schwer, diese Veränderung nachträglich abzubilden, zu „überschreiben“ in meinem Kopf. – Und ganz schwierig ist für mich die Frage, inwieweit, ich die Person tatsächlich in mir so sehe bzw. zeichne, wie sie im Buch beschrieben ist. – Ich glaube, ich habe sehr eigene Bilder.

    Bei mir kommt aber noch etwas hinzu: Ich fühle mit den Menschen im Buch. Manchmal sehr, sehr stark und unmittelbar, und ich fühle nicht nur mit ihnen, ich empfinde für sie. Manchmal unglaublich intensiv, so als wären sie real. – Das macht für mich, dass oft sehr schölne Bücher, für mich auf besondere Weise am schwersten zu lesen sind. Ich lebe in und mit ihnen. Und ich muss bisweilen, wie im wahren Leben zwischendurch innehalten, (lange) nachdenken, mich wieder sammeln… – Aber dieses „schwer sein“ liebe ich …

    Ganz liebe Grüße an Dich!

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    • Mitempfinden tue ich auch, wenn die Bücher gut geschrieben sind, allerdings vermutlich nicht ganz so stark wie du 😉
      Schön, wieder von dir zu hören! Am Wochenende habe ich hoffentlich die Zeit, mir deinen Blog mal wieder genauer anzuschauen. Egal, wie schwer die Zeiten sind, es kommt immer der Moment, an dem es wieder besser wird, davon bin ich felsenfest überzeugt! 🙂

      Ganz liebe Grüße zurück an dich, schweizer!

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