Emma Mills – Jane & Miss Tennyson

Okay, ihr wisst ja mittlerweile, dass ich die Bücher aus dem Königskinder Verlag uneingeschränkt liebe. Daher konnte ich auch nicht lange warten bis ich den ersten Frühlingstitel 2016 gekauft habe: „Jane & Miss Tennyson“ von Emma Mills. Die Cover des Frühjahrsprogramms stechen wie immer hervor, diesmal durch Portraitfotographien und Blumenmuster auf den Umschlägen. Doch auch der Einband darunter hat mich begeistert als ich etwa 10 Minuten nach Kauf im Cafe saß und ungeduldig das Buch aus der Folie befreit habe. Das Blumenmuster ziert diesen ebenso, allerdings zusätzlich noch ein Zitat aus der Geschichte:

Noch nie hatte jemand meinetwegen ein Buch gelesen, geschweige denn zwei.

Aber ich erzähl euch erstmal, worum es geht, bevor ich weiter schwärme. Devon Tennyson bezeichnet sich selbst als ganz normal und vor allem langweilig. Sie bevorzugt jedoch die Beschreibung nach Jane Austen, in der sie nicht Devon, sondern Miss Tennyson wäre und mit „ganz und gar gewöhnlich“ charakterisiert werden würde. Devon stellt sich häufig vor, was ihre Lieblingsautorin zu ihrem Leben oder speziellen Situationen sagen würde, das macht es für sie einfacher, dass ihr bester Freund Mister Kincaid (Cas) nicht ebenfalls Gefühle für sie hegt, sondern einer anderen ganz fantastischen Dame den Hof macht. Lindsay ist nämlich wirklich nett, das kann selbst Devon in ihrer unterdrückten Eifersucht nicht bestreiten. Zum Glück gibt es Ablenkung: ihr kleiner Cousin Foster ist gerade bei den Tennysons eingezogen und findet ebenso schnell wie unerwartet Anschluss im Football-Team der Highschool. Unterstützt wird er dabei von Starspieler Ezra. So sehen auch Devon und Ezra sich häufiger und freunden sich an. Obwohl ihre Leben sich sehr voneinander unterscheiden, finden sie einen Draht zueinander und Ezra hilft Devon sogar bei ihren Collegebewerbungen, wenn auch eher indirekt. Die Handlung spitzt sich zu als es auf den Homecomingball hinausläuft. Streitereien kochen hoch, Gefühle schäumen über und Komplikationen entstehen. Cas geht doch nicht mit Lindsay zum Ball, Devon schlägt alle Angebote aus, Missverständnisse in alle Richtungen treten auf.
Zunächst bin ich sehr sicher, dass dieser Roman genau nach dem Vorbild der Dramaturgie von „Stolz und Vorurteil“ oder „Gefühl und Vernunft“ aufgebaut ist. Leider muss ich zu meiner Schande gestehen, noch nie Jane Austen gelesen zu haben. Aber ich mochte es, wie Devon immer wieder in die Sprache der anderen Zeit wechselt, das plötzliche Auftauchen des Mr. Willoughby bei Marianne mit der betrunkenen SMS an die Ex vergleicht und sarkastische Gedanken hat, die sie aber meistens -wie es sich für eine junge Dame gehört- nicht ausspricht.
Aber auch die anderen Personen passten perfekt: Marabelle, eine elfenhafte 15-jährige, die schwanger ist. Jordan, der beliebteste Typ der Schule, der loyal zu seinen Freunden steht und erklären kann, warum er diese Leute mag. Emir, der eigentlich nur zweimal auftaucht, aber mehr Eindruck hinterlässt als viele andere.
Immer wieder musste ich herzhaft lachen (glücklicherweise erst als ich zu Hause weiter gelesen habe). Das perfekte Buch für den Frühlingsanfang!

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– ISBN: 978-3551560254
– Gebundene Ausgabe
– 480 Seiten
– Königskinder Verlag
– März 2016 erschienen

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