Manege frei!

Die Klausur gestern ist vergleichsweise gut gelaufen, dafür muss jetzt Belohnung her!
Also gucke ich schon den halben Tag Pretty Little Liars und heute Abend geht es in den Zirkus. Ich liebe Zirkus ja unglaublich! Allerdings nur die artistischen, in denen keine Tiere zu irgendwelchem Quatsch mit Feuerreifen oder ähnlichem gezwungen werden. Momentan gastiert der Zirkus Roncalli in meiner Stadt und feiert sein Jubiläum. Vor einigen Jahren habe ich Roncalli schon einmal gesehen, das war fantastisch. Ich hoffe, dass es mir heute genauso gut gefällt.

Roncalli

Das Update dazu bekommt ihr dann in ein paar Stunden.

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Update: Die Vorstellung war wieder sehr beeindruckend! Schon im Eingangsbereich standen Jongleure, Clowns, interessant gekleidete Figuren und das Zirkusorchester spielte ebenfalls begleitende Musik. Eröffnet wurde die Show dann von einer Gruppe Artisten und Tänzern, die an Bändern und Seilen genauso wie auf dem Boden ihre Kunststücke präsentierten. Gekleidet waren sie in fluoreszierende Outfits, die durch die Lightshow perfekt zur Geltung kamen. Es folgte eine weitere Artistin, die in einem schwingenden Reifen balancierte. Lediglich an den Fußgelenken hing sie an der hin und her baumelnden Requisite. Anschließend zeigte ein Schlangenmädchen wie sehr sie ihren Körper verbiegen kann. Zu bombastischer Musik des Orchesters drehte sie Tücher auf ihren Zehen und Fingerspitzen, während sie gleichzeitig Beine und Arme in unnatürliche Posen wand. Außerdem zeigte ein Beatboxer sein Können, der diese musikalischen Fähigkeiten mit Zauberstücken, Jonglieren und Clowneinlagen kombinierte. Er trat insgesamt drei mal auf und jede dieser Vorstellungen war aufs Neue faszinierend. Dann gab es noch einen Clown, der vor allem dadurch belustigte, dass er sich selbst lächerlich machte oder Teile des Zeltes „zerstörte“ und nun Zuschauer als Stütze einsetzte, wobei er diese auch kompromisslos fest getapet hat. Die Artisten vom Anfang lieferten noch eine weitere Show mithilfe von drei senkrechten Stangen ab, an denen sie hoch und runter liefen, sich fallen ließen, andere durch die Luft schwangen und sich dabei rhythmisch zum Gesang der Sängerin bewegten. Zwei andere Paare traten auf zwei Traversen auf, von denen die beiden Männer die Frauen in die Luft warfen, diese Salti springen oder Piruetten drehen ließen. Dann gab es noch einen Zauberkünstler, der aus Röhren Flaschen erscheinen ließ („gesponsert von Martini“ Shot „Hm, lecker“). Die meisten „Ohhh“s und „Ahhh“s gingen aber wohl bei dem Paar an der Schaukel durch das Zelt. Hoch oben hingen sie wild schaukelnd nur an einer Hand oder nur den Füßen am Holz der Schaukel oder an den Gliedmaßen des anderen. Sie sprangen, ließen sich fallen, tauschten die Plätze, holten immer wieder neuen Schwung und stießen fast an die Scheinwerfer in der Spitze des Zirkuszeltes. Toppen konnte die Seiltänzerin (von einem Trommler begleitet) das nur durch das Balancieren auf den Zehenspitzen wie eine Ballerina. Das Besondere am Seil war noch, dass es auf einer Schiffsschaukel befestigt war. Dann gab es noch einen Jongleur, der mit bis zu 8 Bällen gleichzeitig jonglierte – unter seinen Beinen durch, hinter dem Rücken oder in Formationen. Durch das Programm führte ein besonders aufwendig gekleideter Clown, der beispielsweise auch auf seinen Fingern pfeifen konnte wie auf einer Flöte oder ein sehr menschliches Pferd versuchte zu dressieren. Damit komme ich auch zur einzigen Nummer, die mir nicht gefallen hat: Die der dressierten Pferde. Ich kenne mich mit Pferden überhaupt nicht aus, daher kann ich nur sagen, es war ein normal großes, ein Pony und ein ganz kleines Pferd, die in Formationen im Kreis liefen, sich auf Pfiff um sich selbst drehten oder untereinander herliefen. Dann kamen noch 3 Ponys, die synchron über Balken sprangen und sich auch um sich selbst drehten. Wie ich ja schon erwähnte, mag ich Tiervorstellungen im Zirkus nicht. In der Natur eines Pferdes liegt es schließlich nicht, sich zur Belustigung der Menschen auf die Hinterbeine zu stellen und so durch die halbe Manege zu laufen. Doch alles in allem war diese gut 3-stündige Show (mit etwa 20 Minuten Pause) durchaus lohnenswert zu sehen und die etwa 60€ für die Karte in der zweiten Reihe des ersten Ranges gegenüber des Artisteneingangs absolut gerechtfertigt. Kein Zirkus, für den ich durch halb Deutschland fahren würde, aber, wenn sie nochmal in der Nähe sind, besuche ich Roncalli mit Sicherheit erneut. 

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