Arno Strobel – Schlusstakt

Eine einsame, idyllische Insel, ausgestattet mit verschiedenen Hütten und Aufenthaltsmöglichkeiten für die anreisenden Jugendlichen, die an einem medialen Projekt teilnehmen und deren Glück, das Casting geschafft zu haben, sich nach und nach in Grauen verwandelt. Kommt euch bekannt vor? Dann habt ihr bestimmt „Isola“ von Isabel Abedi (2007) gelesen. Das Konzept ist das Selbe wie jetzt bei Strobels „Schlusstakt“. Hier die Unterschiede: Abedi startet einen Film, Strobel sucht den nächsten Gesangsmegastar. Bei Abedi beginnt alles mit einem Spiel, bei Strobel mit Rivalität. Abedis „Steuerer“ sitzen auf einer zweiten Insel, Strobels nur im abgetrennten Bereich. Abedis Insel liegt vor Brasilien, Strobels in der Karibik. Abedis ausgeschiedene Teilnehmer der ehemals 13 fahren sofort zurück nach Hause, Strobels 50 dürfen trotzdem bleiben. Abedis Protagonistin nennt sich Vera, Strobels heißt Vicki. Die Gemeinsamkeiten neben den anfangs genannten: Jemand wird ermordet, das soll vertuscht werden, die Protagonistin sucht den Täter. So weit so gut. Wer „Isola“ nicht gelesen hat, wird „Schlusstakt“ mögen, davon bin ich überzeugt. Es ist anregend geschrieben, verrät nicht zu viel und die Charaktere sind in Ordnung. Aber wer beide liest, sieht all die Paralellen und daher ist „Schlusstakt“ leider nur ein Abklatsch. Sehr schade, ich hatte mir Gutes von diesem Buch versprochen.

Schlusstakt

ISBN: 9783-785578650
Taschenbuch
224 Seiten
Loewe Verlag
März 2015 erschienen

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