Lesetipp Benedict Wells – Fast genial

Ich bin zum Wells-Fan geworden!
Und dass, obwohl er bei Diogenes gedruckt wird, ein Verlag, den ich zwar unglaublich schätze, aber so gut wie nie lese. Dass ich überhaupt darüber nachgedacht habe, ein Buch von ihm zu lesen, beruht darauf, dass ich zufälligerweise irgendwo sein Foto und Geburtsjahr (1984) gesehen habe. Und – so oberflächlich das auch ist – dieser nur ein paar Jahre ältere Autor kann sich absolut sehen lassen! Darüber ahbe ich dann also mit einer Freundin in der Berufsschule gesprochen und von allen Seiten hieß es, dass der Kerl auch noch furchtbar gut schreiben kann. (ISt das nicht irgendwie zu viel des Guten? Jung, gut aussehend und noch brillant?) Tja, also hab ich gefragt, welches Buch ich zuerst lesen sollte. Antowrt: „Alles! Aber vor allem „Fast genial“.“
Das hab ich jetzt getan. Und – verdammt – sie hatten Recht! Das Buch haut mich vom Hocker!
Es handelt von Francis, dessen Mutter an Depressionen leider seit sein Stiefvater und sein Halbbruder sie verlassen haben. Nach einem weiteren besonders schlimmen Anfall kommt sie wieder einmal in die Klinik, wo Francis Anne-May sieht und sich verliebt. Er will sie unbedingt kennenlernen und knüpft immer wieder Kontakt, wenn er seine Mutter besucht. Dann versucht diese sich umzubringen und hinterlässt Francis einen Brief, der Informationen zu seinem leiblichen Vater enthält.
Und schon macht er sich mit seinem Freund Grover daran, Anne-May aus der Klinik zu befreien und zu dritt quer durch Amerika zu fahren, um herauszufinden, wer sein Vater ist. Dabei kreuzen Geldsorgen, Partys, mutige Fotografen und Glücksspiele ihren Weg.

Wells hat einen erfrischend ruhigen Schreibstil ohne viele Ausrufezeichen und Verschnörkelungen. Seine Figuren weisen eine Tiefe vor, die dem Leser erst im Laufe der Geschichte bewusst wird, doch sie alle haben eine Gemeinsamkeit: Sie sind extrem unsicher! Genau das, was sie zu realen Personen macht. Hervorragendes Buch!
Alle anderen Wells Titel werde ich ebenfalls unbesehen kaufen! (Bisher sind es erst 2 😉 )
Übrigens „Becks letzter Sommer“ wird gerade verfilmt (kommt diesen Sommer in die Kinos) und auf seiner Facebookseite gibt Bendict Wells Musiktipps!

Fast genial

ISBN: 978-3257241983
Taschenbuch
336 Seiten
Diogenes
April 2013 erschienen

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