Messetagebuch Tag 3

Der heutige Tag war anstrengend. Das vorweg. Wir sind so viel gelaufen wie nie und haben so viele Leute getroffen wir nie. Zumindest hatte ich so das Gefühl. Aber von Anfang an:

Zunächst haben Paula und ich verschlafen. Das passt allerdings ganz gut, da unsere Mitazubis, die wir heute treffen wollten, noch im Stau steckten und sich daher verspäteten. Also waren wir gegen 10 Uhr in Halle 3, wo wir in den Auslagen von Random House gestöbert haben, während die Mittelstufler sich vom anderen Ende der Messe zu uns quetschten. Ziemlich schnell teilte sich unsere 8 Köpfe große Gruppe in 2 kleinere und wir gingen noch einmal die Paula und mir schon bekannten Stände durch. Doch heute trafen wir dabei wesentlich mehr Vertreter, die vor allem Paula, die den Einkauf des Kinder- und Jugendbuches für ihre Buchhandlung macht, gut bekannt waren.

Die Deko vom frechverlag

Bei Bastei Lübbe entdeckten wir dann (mehr oder weniger zufällig), dass Ralf Schmitz sein neues Buch „Schmitz‘ Häuschen“ gerade vorstellte und hörten zu. Ein sehr amüsantes Gespräch über die Begebenheiten auf einer Baustelle und was alles passieren kann. „Es war eine mittlere Katastrophe, aber immerhin ist ein Buch entstanden.“ Ebenfalls belustigt hat der junge Herr, der mitten während der Vorstellung zu Ralf Schmitz ging und ein Selfie machte. Allerdings haben auch Paula und ich uns im Anschluss noch Autogrammkarten geholt. Schmitz‘ Kommentar dazu: „Du willst auch ein Autogramm? Na, Gott sei Dank!“

Ralf Schmitz

Nach einem kurzen Stopp bei MairDumont, wo ich eigentlich unsere Vertreterin Monika Dietze besuchen wollte, die allerdings leider in dem Moment keine Zeit hatte, führte unser Weg zurück zum Wohnmobil, um unsere Taschen abzustellen und ein bisschen Schokolade zu tanken. Anschließend gingen wir zur Open Stage, auf der Cro auftrat. Aus dem für eine Stunde angekündigten Konzert wurde leider nichts, da Cro sowie seine beiden Autoren, der DJ Psaiko.Dino und Sebastian Andrej Schweizer eine halbe Stunde zu spät waren. Außerdem wurde zuerst über das zu promotende Buch „Easy does it“, welches gestern erst erschienen ist, gesprochen.

Die Autoren zu Easy does it

So kam es, dass im Akustikset schließlich nur 4 Songs gespielt werden konnten. Diese haben mich aber total überzeugt. „Hey Girl“, „Traum“ und „Bad Chick“ vom neuen Album „Melodie“ sowie „Du“ vom Debüt „Raop“ waren unglaublich. Auf der Buchmesse herrschte natürlich auch ein ganz anderes Klima als zuletzt bei Rock am Ring…

Cro live

Eine Pause im Azubistro wurde eingelegt und frisch gestärkt konnte die Tour weitergehen. Beim Barsortiment KNV testeten wir verschiedene E-Book-Reader, die allerdings nicht wirklich überzeugten. Und dann trafen wir zum ersten Mal Oliver Scherz. Zunächst waren wir uns nicht sicher, ob er es ist, aber Paula googelte ihn und, tada, auf dem gemütlichen Ullstein-Sessel saß tatsächlich der Kinderbuchautor. Paula besorgte sich schnell ein Autogramm und wir zogen weiter.

Unter anderem zu Loewe, wo Vertreterin Birgit Pennekamp uns schon ein paar kleine Details zum Frühjahrs-Programm verraten hat (Wovon ich natürlich noch nichts weitergeben darf, sorry), und wo wir Ursula Poznanski und Arno Strobel getroffen haben. Wundervoll nette Menschen! (Freut euch auf Dezember, Januar und Herbst 2015!)

Ursula Poznanski, Arno Strobel und ich

Nun wollten wir zurück zu Hannah und Felix und liefen schon wieder Oliver Scherz über den Weg, doch noch einmal ernsthaft unterhalten haben wir uns mit ihm gerade eben am Bahnsteig. Paula musste leider heute schon abreisen, weswegen ich sie zum Bahnhof gebracht und mit auf ihren Zug gewartet habe. Und kurz danach traf auch der aus Essen-Werden stammende Kinderbuchautor ein. Es entwickelte sich ein spannendes Gespräch über Onlinehandel, Buchpreisbindung und lesende Generationen, in dem er uns erklärte, dass auch Verlage und Autoren sich wesentlich mehr gegen Amazon sträuben, als wir Buchhändler uns das so denken. Allerdings sind für ihn die Konsequenzen ebenfalls noch zu gering. Hoffen wir also weiterhin, dass ein Wandel durch den Buchmarkt fährt.
Interessant war zu hören, dass Oliver Scherz erst mir circa 22 wirklich angefangen hat zu lesen und sich für Bücher zu interessieren. Und mit dem Schreiben hat er tatsächlich erst nach seiner Schauspielkarriere mit Ende 20 begonnen. Damals allerdings noch Drehbücher. Die Kinderbücher schrieb er erst, als seine eigenen Kinder vor etwa 5 Jahren geboren wurden. Da können wir nur sagen, zum Glück, sonst hätte die Welt jetzt einige hervorragende Kinderbücher weniger! Lest doch mal „Ben“, bevor im nächsten Frühjahr der zweite Teil erscheint… 😉

Wir sind später wieder da. wir müssen kurz nach Afrika

So, und während ich nun einsam und verlassen im Wohnmobil sitze und tippe, vergnügt Paula sich in ihrem Zugabteil mit Diskussionen einer Illustratorin, eines Autors und einer Buchhandelsauszubildenden. Gute Heimfahrt!

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