Rezension: "Obisidian" Jennifer L. Armentrout

Dieses in den Sozialen Netzwerken über den grünen Klee gelobte, aber durch das relative schlichte Cover sowieso auffällige Buch hat es nun endlich auch auf meinen „Gelesen“-Stapel geschafft.
Das Fazit? Ganz nett. Eher unauffällig. Aber worum geht es eigentlich?
Ein kleines Dorf mitten im Nirgendwo in Amerika ist Katy Swartz‘ neue Heimat, nachdem ihre Mutter den Tod des Vaters nicht verkraftet hat und einen Tapetenwechsel brauchte. Für Katy ist das auch gar nicht schlimm, solange es im neuen Ort einen Internetanschluss gibt – Schließlich hat sie einen Buchblog am Leben zu halten! Trotzdem findet sie schnell in Nachbarin Dee eine gute Freundin, damit gleichzeitig in deren Bruder Daemon Black einen Widersacher. Nach einem mysteriösen Angriff auf Katy, enigen Gerüchten an der Highschool und seltsamen Halluzinationen Katys glaubt sie, dass mit den Blacks etwas nicht stimmt. Schließlich zwingt sie Daemon das Geheimnis zu lüften, wodurch alles noch komplizierter zu werden scheint. Auch die aufkeimende Leidenschaft zwischen Katy und Daemon ist dabei keine Hilfe.
So. Diese Liebesgeschichte hätte natürlich NIE jemand erahnt, bevor er das Buch aufgeschlagen hat.
Positiv zu erwähnen ist, dass Bloggerin Katy (allein das ist ja schon cool, oder?) nicht die typische schüchterne Undercoverheldin ist, wie man sie aus vielen anderen Romanen kennt. Sie setzt sich durch, ob gegen Zicken oder Angreifer. Außerdem gibt sie sympathische Widerworte, wenn Daemon den Macho raushängen lässt, und kann tatsächlich 1 und 1 zusammenzählen. Hurra!
Daemon war wohl als attraktiv, sexy, unnahbar, ein bisschen böse, sarkastisch gedacht. Mich hat er genervt. Klar, hier und da mal ein Satz, den zu hören einem Mädchen gefällt, aber im Großen und Ganzen könnte ich auf seine Bekanntschaft verzichten. Ebenso auf Dee’s, ehrlich gesagt. Sie ist eine typische, zu viel quatschende, hübsche Highschoolprinzessin, ein absolut ausgelutschter Charakter. Sie kann sich selbst nicht wehren und verlässt sich zu 100% auf ihren heldenhaften Bruder. Hach!
Tja, zur Story an sich: Es begann vielversprechend, doch die Umsetzung des Geheimnisses hat mich wirklich nicht vom Hocker gerissen; ich will jetzt nicht spoilern, daher nur so viel.
Dafür, dass die Reihe „Lux“-Trilogie (lat. Licht) heißt, mochte Armentrout nebendem die Farbe Schwarz ein bisschen zu sehr. Ernsthaft? Die Nachnamen lauten „Black“ und „Swartz“? Geht es noch unkreativer?
Vielen Dank, aber Band 2 „Onyx“ (November 2014) werde ich wohl eher nicht lesen. Ich weiß schließlich auch jetzt schon, was für eine Macht dieser Edelstein haben wird…

Obsidian

ISBN: 978-3551583314
Gebundene Ausgabe
400 Seiten
Carlsen Verlag
April 2014 erschienen

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